Diagnostik Schilddrüsenerkrankungen
Vor weitergehenden diagnostischen Maßnahmen erfolgt immer eine klinische Untersuchung mit Abtasten des Halses und der Halsweichteile (Lymphknoten), wenn der Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung besteht.
Mittels Sonographie (Ultraschall) lassen sich Größe, Struktur und Form der Schilddrüse erfassen, ebenso das Vorliegen knotiger Veränderungen. Eine Differentialdiagnose der Knoten (warm und kalt) gelingt durch die Szintigraphie, eine Bildgebungsdiagnostik, die mit offenen Radionukliden arbeitet. Warme / heiße Knoten entsprechen einer fokalen Schilddrüsenüberfunktion (Hyper-thyreose), kalte Knoten stellen nicht funktionale Defekte der Schilddrüse dar. Verdächtige kalte Knoten sollten Gewebeproben mittels Feinnadelpunktion entnommen werden, die im zytologischen Labor einer Universitätsklinik weiter untersucht werden.
Differentialdiagnose der Schilddrüsen-funktionsstörung erfolgt über die Untersuchung von Blutwerten in einem Labor. Hierbei werden die relevanten Laborparameter differenziert bestimmt.
Therapie Schilddrüsenerkrankungen
Die unterschiedlichen Schilddrüsen-erkrankungen bedingen differenzierte Behandlungsmethoden.
Die Behandlung der vergrößerten Schilddrüse kann durch eine Schilddrüsenhormonbehandlung erfolgen.
Die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird mit dem Einsatz von Schilddrüsenhormonen ausgeglichen.
Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann durch drei Methoden behandelt werden:
Schilddrüsenfunktionshemmende Medikamente (Thyreostatika), Radiojodbehandlung mittels radioaktivem Jod oder eine Operation.
Jedes Verfahren wird ausführlich mit dem jeweiligen Patienten besprochen.
Bei Knoten, deren Tumorverdacht nicht an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, ist eine Operation notwendig, um anhand des Operationspräparates histologisch die exakte Diagnose zu stellen.